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Betriebsprüfung – Die häufigsten Fehler kleinerer Unternehmen (5)

Das Fahrtenbuch ist einer der Knackpunkte überhaupt bei Betriebsprüfungen. Doch Vorsicht, kleine Fehler bedingen keine Unwirksamkeit des gesamten Fahrtenbuchs und damit keine ungünstigen Schätzungen seitens des Finanzamts.

Sollte Ihr Prüfer dies dennoch so sehen, verlangen Sie von ihm eine schriftliche Stellungnahme. Schnell wird er dann aufgeben, um den Aufwand zu umgehen und zeitgleich wird er die Unwirksamkeit des Fahrtenbuchs nicht bestätigen können.

Die Schlussbesprechung findet stets nach der Prüfung statt. Auch, wenn Sie es mit der nebulösen Behörde Finanzamt zu tun haben: In der Schlussbesprechung ist der Prüfer nur Mensch. Er hat sich ein Bild gemacht und hat sicherlich das eine oder andere gefunden, was ihm nicht gefällt. Jetzt will er mit Ihnen verhandeln.

Es hängt nun von Ihrem Verhandlungsgeschick ab, welche Nachforderungen der Prüfer wirklich durchsetzen kann. Nehmen Sie deshalb unbedingt Ihren Steuerberater mit in die Besprechung. Sammeln Sie Argumente und Beweise, die in strittigen Punkten für Sie sprechen, und versuchen Sie, argumentativ zu überzeugen. Treten Sie nicht als Bittsteller, sondern durchaus selbstbewusst und freundlich als Verhandlungspartner auf.

Sollten Punkte strittig bleiben, können Sie gegen die dann geänderten Steuerbescheide vorgehen und Einspruch einlegen.

Juni 2012, unique relations

 

Redaktionell verantwortlich mittelstanddirekt